Dänisch, Platt, Schriftdeutsch

Der nordöstliche Teil von Schleswig-Holstein, die Gegend zwischen Flensburg und Schleswig ist teilweise zweisprachig. Für mehr als 100 000 Personen aus dieser Ecke ist Dänisch die Muttersprache. Sie sind Deutsche aber eine dänisch sprechende Minderheit. Auf dem Land häufiger als in der Stadt. Es gibt dänischsprachige Schulen, Zeitungen und Bücher. Südlich der Stadt Schleswig ändern sich die Ortsnamen. Aus den dänisch geprägten Ortsnamen Gammelby, Schaalby , Haadeby werden Orte mit den Endungen …hörn, -diek oder -holm. Das Plattdeutsche verdrängt die dänische Spracheminderheit.
Ab jetzt heisst es überall als Gruss: Moin, moin! Und das am Morgen, am Mittag und am Abend!
Hundert Kilometer südlich von Lüneburg ist leider auch dass, durch die Nase gesprochene, Platt zu Ende. Es fehlt!
Ab jetzt sprechen die Leute keinen Dialekt mehr! Sie artikulieren sich in persilreinem Schriftdeutsch. Langweilig. Keine eigenen Wörter. Die Eltern lesen den Kindern als Gute-Nacht-Geschichte vermutlich den Duden vor. Dafür erhöht sich die Wortfrequenz. So schnell wie die Leute Sprechen,kann ich gar nicht Hören.

2 Kommentare

  • Angelika

    Moin,moin,
    Ich könnt mich totlachen…super Blog und tolle Beiträge…
    Ich wünsche Dir noch viele schöne, lustige und spannende Begegnungen…
    Gut Lauf

  • Armin

    Wie sagen wir:
    Bevor wir fertig sind mit Denken, sind die fertig mit Reden.
    Weiterhin frohes Wandern. Heisse Sohlen gibt´s ja bei dem
    Wetter noch keine.

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