Ein Stück auf dem Jakobsweg

Bayern ist ein gläubiges Land. Sie glauben an die Heilkraft des Bieres, an die immerwährende Meisterschaft des 1FC`s und ein bisschen auch an den Herrgott. Im Bamberger Dom treffen jedes Jahr einhundertsechzig Gruppen mit Wallfahrern ein, in Coburg schenkt eine Gaststätte, gegen Vorlage des Pilgerausweises, kostenloses Pilgerbier aus und auf dem Weg von Nürnberg nach Ulm sollst du nicht laut fluchen, falls der Weg wieder einmal nicht richtig markiert ist.
Alle sind freundlich, besorgt, fragen woher, wohin und helfen dir…bei der Weg- und Unterkunftsuche. Glatzköpfige, vollkörpertätowierte 150kg schwere bayrische Brocken sagen artig: Grüss Gott und in jeder Kneipe gibt es einen Herrgottswinkel. Bayern halt!
Ich nutze den Jakobsweg, da er der einzige durchgehend markierte Wanderweg von Nürnberg nach Ulm ist. Die Strecke wird seit Jahrhunderten begangen und Gasthöfe mit Unterkunftsmöglichkeiten gibt es fast in jedem Ort. Jedes Kaff mit eigenem Feuerwehrauto besitzt auch eine eigene Brauerei. Gräfenberg hat tausend Einwohner und vier Brauereien!!

Nein, verdursten muss man nicht auf diesem Weg.Die ganze Strecke durch Bayern ergeben mehr als 400 km. Verdammt weit! Oh…ich bin ja auf dem Jakobsweg. Recht weit!

 

6 Kommentare

  • Inge Röhm

    Hallo Berthold
    Mit Begeisterung und in Gedanken bin ich immer wieder mit dir an der grossen und langen Wanderung vom Norden zum Süden.
    Ich freue mich mit jeder neuen Wegbeschreibung, und den Erlebnissen die du so humorvoll wiedergibst. In Coburg auf der Veste waren wir auch schon. Konnrad hatte einen Bruder in Coburg. Auch die 14 Heiligen haben wir schon besucht. eine schöne Gegend. Das ist schon eine Leistung das alles zu Fuss zu durchwandern. Das Meiste hast du nun geschafft, und kannst deine Wundersocken bald an die Leine hängen. Isabell ist wieder in Kanada gut angekommen,es geht ihr gut.
    Ich wünsche dir noch eine gute Zeit und weiterhin “ keine Blasen an den Füssen, keinen durst unterwegs durch Bayern und immer nachts ein Dach überm Kopf.
    Recht liebe Grüsse

    Inge und konrad

    • Chef

      Vielen Dank für den motivierenden Kommentar. So in fünf bis sechs Etappen bin ich in Ulm…das klingt schon heimisch. Viele Grüsse an Alle.

  • Armin

    Hoi Berhold,
    konntest du dich nicht für ein Pilgerbier qualifizieren,
    nach all den Kilometern?

    Viele Grüsse und weiterhin gute Wanderung
    Lisa und Armin

  • Schorsch

    Aber Hallo Berthold !
    wenn du jetzt noch behaupten würdest, dass jedes Feuerwehrauto mit Bier in Bayern läuft,
    und die Feuerwehr so viel Bier säuft, dass in jedem Ort mit eigener Feuerwehr eine Brauerei
    sein muss – dann wäre sicher ein Oberbrandmeister oder Kommandant der Feuerwehr Alkoholiker!
    ich hoffe du wirst nicht abhängig von diesem Gebräu !

    lieber Gruß
    Schorsch

    • Chef

      Sali Schorsch…in vielen Dörfern sehe ich keinen Sportplatz, keine Turnhalle und kein Tennisplatz aber ein Spritzenhaus! Mitten im Ort. über den Stammtischen hängen Gruppenbilder von gestandenen Männern in Feuerwehruniform. (Meist XXL Uniformen) Da ist es naheliegend das Bier und Feuerwehr eng beieinander sind. Natürlich nur hier in Bayern. Viele Grüsse aus Oettingen.

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